Im nördlichen 2,8-Mio.-Einwohner-Bundesland Schleswig-Holstein wird gerne und viel Lotto gespielt. Hier hat der tradionelle Anbieter NordwestLotto Schleswig-Holstein die Nase vorn, der jährliche Spieleinsätze von etwa 260 Mio. EUR betreut. Immer wieder werden Einwohner des Dänemark-Anrainers zu Millionären und haben mit ihrem Einsatz dennoch etwas Gutes für die Allgemeinheit getan. Denn die Gewinne werden sinnvoll für die Allgemeinheit verwendet.

Das Lotto-Unternehmen

Das in der Hauptstadt Kiel gelegene NorwestLotto geht auf den Nord-Süd-Block des Totoblocks zurück, der sich Anfang der 50er-Jahre gründete. Eindeutige Besitzverhältnisse werden durch die alleinige Anteilseignerschaft des Bundeslandes geregelt. Demzufolge fließen keine Gewinne in private Hände, sondern werden demokratisch legitimiert abgeführt.

Was wird gespielt?

Etwa 1000 Mitarbeiter sind für die Glücksspielverwaltung in Schleswig-Holstein aktiv. Zusammen sorgen sie für den reibungslosen Ablauf vor allem von Lotto 6 aus 49. Viele Spieler entscheiden sich auch für die Zusatzspiele Spiel77 und die Super6, die direkt auf dem Spielschein mit angewählt werden können. Für Sportbegeisterte gibt es die Fußball-Toto-Ergebniswette und Oddset.

Tägliche Teilnahme ist ebenso wie bei der Rubbelloslotterie Rubbelfix auch beim Keno möglich. Etwas unbekannter, aber beliebt ist hier auch die Losbrieflotterie. Zudem lockt die europäische Lotterie Eurojackpot, die Glücksspirale mit Rentenausschüttungen und Bingo. Für Letzteres gibt es in den nördlichen Bundesländern im Verbund sogar eine eigene Fernsehsendung, die jeden Sonntag Nachmittag ausgestrahlt wird.

Wo kann gespielt werden?

Mit ca. 750 Annahmestellen findet jeder Mitspieler in seinem Wohnumfeld eine Annahmestelle, etwa 4000 Beschäftigte der zahlreichen Kioske, Postshops und Zeitschriftenläden sind für die Annahme der Spielscheine sowie die Beratung zuständig. Diese werden auch regelmäßig zu Schulungen nach Kiel eingeladen, um verantwortungsvolle und kompetente Beratung zu gewährleisten. Gespielt werden kann als offizieller Einwohner des Bundeslandes auch rund um die Uhr online.

Verwendung der Einnahmen

Etwa 48 Prozent der Erlöse gehen wieder an die Teilnehmer der Lotterien, entweder als Sofortgewinn oder als Rentenzahlung. Mit einer Steuerquote von 16,67 Prozent und auch der jährlichen Gewinnausschüttung von mehreren hunderttausend EUR gehen auch bedeutende Anteile an den Staat und das Bundesland.

Nicht zu unterschätzen sind auch die gemeinnützigen Ausgaben für Vereine und Institutionen, die soziale, kulturelle, sportliche und ökologische Zwecke erfüllen. Zudem fließen auch Werbeeinnahmen oft an kleine Sportvereine oder Stadtfeste (ähnlich wie bei Sparkassen). Eine Lottoannahmestelle verdient in etwa 7 Prozent Provision auf den Umsatz.